THE OLD BRIDGE HOUSE
MILL ROAD, DUMFRIES
Telephone (01387) 256904

Öffnungszeiten Nur April-September Montag-Samstag 10 - 17, Sonntag 14 - 17
Eintritt frei
Aufzeichnungen zeigen, daß James Birkmyre, ein Faßbinder, im Mai 1660 begann, am Ende der Alten Brücke ein Haus zu bauen. Leider aber reichte es bis in die Straße hinein, und der Stadtrat bat ihn, das Haus nach hinten zu versetzen. Kurke Zeit später tauchen Hinweise darüber auf, daß das Haus während der religiösen Verfolgungen im späten 17. Jahrhundert ein Treffpunkt der Covenanten war.

Das Haus enthält viel Interessantes, wie z.B. die Umrisse gewölbter Türen und Fenster, die halb im Boden verschüttet sind. Im Laufe der Jahrhunderte wurde nämlich das Straßenniveau mehrmals erhöht. Die Küchendecke im Untergeschoß enthält viele der ursprünglichen Balken, und der doppelte Boden des Dachgeschosses enthält eine Isolierschicht aus Roggenspreu. Die Flußsteine an den Ecken des Hauses sollten die Getreidewagen, die auf dem Weg von und zu den Mühlen hier vorüberkamen, abhalten. Bis ins letzte Jahrhundert hinein diente das Haus überwiegend als Gasthaus, und Robert Burns wäre bei seinen Pflichten als Zollbeamter ein Häufiger Besucher gewesen. Irgendwann im 19. Jahrhundert wurde es ein Wohnhaus, aber in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts wurde die Treppe mit Brettern vernagelt und das Erdgeschoß geschlossen. Als 1959 der letzte Bewohner des Obergeschosses starb, wurde das Haus in ein Museum umgewandelt. Die Treppe wurde wieder gefunden wurde verwendelte man die zwei Häuser wieder in ein einziges.

Der größte Raum im Obergeschoß ist Einrichtungsgegenständen des 16. bis 18. Jahrhunderts gewidmet und enthält Stühle verschiedener Epochen sowie eine schöne Kaminumrandung aus Elschieshiels Tower, die mit Grotesken und Früchtegirlanden verziert ist und um circa 1700 entstand.

Auf der anderen Seite der Treppe befindet sich eine Küche, die nach der Art von 1900 eingerichtet ist. Zu den Ausstellungsstücken gehört ein gut ausgestatteter Herd mit Toastern, Untersetzern, Backblechen und Kesseln. Auf dem Boden vor dem Herd befinden sich ein Vorleger aus Stofstreifen und zwei mit Perlen verzierte Schemel. Zu beiden Seiten stehen hölzerne Wäschestamfer und auch ein altümlicher Staubsauger. Der Schrank neben dem Herd enthält eine Auswahl lokaler Glas - und Steingutflaschen, und an den Wänden hängen verschiedene vorzeitliche Fotographien der Stadt.

Im nächsten Raum befindet sich eine Zahnarztpraxis mit Geräten und Zubehör, die überwiegend von einer ortsansässigen Familie von Zahnärzten stammen. Der Stuhl und die künstlichen Zähne aus Elfenbein stammen wahrscheinlich aus dem Jahre 1850. Der Narkoseapparat war der erste seiner Art in dieser Gegend, und er war berüchtigt undicht zu sein. Folglich wurde auch der Zahnarzt im Laufe des Tages immer stärker betäubt, und die Patienten waren wohl beraten, einen frühen Termin zu vereinbaren!

Die Küche im Erdgeschoß stammt etwa aus dem Jahre 1850. Während dieser Zeit hätte das Haus ganz in der Nähe offener Felder gestanden, und so wurde dem Raum ein ländliches Aussehen gegeben. Er wird von Öllampen an der Wand neben dem Kamin erhellt. Um den kleinen Herd herum befindet sich eine Anzahl von Gegenständen, wie z.B. Schöpflöffel, Waagen und Steingutkrüge. Eine kleine Käsepresse liegt auf dem gegenüberstehenden Tisch. Neben dem Kamin stehen ein Bratenwender, mehrere alte Bügeleisen, eine große Mangel und zwei Waschbretter.

Der nächste Raum ist um etwa 1870 als Schlafzimmer eingerichtet worden und enthält ein Messing- und Eisenbett mit einer Steppdecke und einer eleganten Korbwiege. Zwei irdene Handwaschbecken und Krüge stehen neben dem Bett, und an der Wand hängt eine Wärmpfanne. Ein Kästchen für persönliche Gegenstände schmückt den kleinen Toilettentisch am Ende des Raums.

Auf der anderen Seite des Korridors liegt das viktorianische Kinderzimmer. Es ist voll von Spielen, Büchern und Spiezeug, und enthält z.B. einem Puppenhaus und auch ein originelles Schaukelpferd. Auf dem Tisch liegen ein Stereoskop und Dias, ein olptisches Gerät, das sowohl im Kinder - als auch im Wohnzimmer der viktorianischen Zeit viel Freude bereitete.