DUMFRIES MUSEUM

UND

CAMERA OBSCURA

THE OBSERVATORY, DUMFRIES

Telephone (01387) 253374


Öffnungszeiten April-September Montag-Samstag 10 - 17, Sonntag 14 - 17

Oktober-März Dienstag-Samstag 10 - 13, 14 - 17

Eintritt frei

Camera Obscura Nur von April bis September geöffnet (je nach Wetter)

Eintritt Erwachsene £2.20 Ermäßigung: £1.10

Die ursprüngliche Windmühle auf Corbelly Hill wurde um 1790 erbaut, wurde aber schon im Jahre 1830 durch die darunterliegende Wassermühle am Ufer des Nith unrentabel. Im Jahre 1834 schlug man seine Umwandlung vor und so wurde das Gebäude vom Abriß geschützt. In den beiden folgenden Jahren wurde die Windmühle umgebaut, und eine "Camera Obscura" - oder "Lochkamera" - und ein Teleskop gleichzeitig eingebaut. Man hatte gehofft, daß das Observatorium rechtzeitig für die Erscheinung des Halley’schen Kometen im Jahr 1835 fertig würde, aber der Bau des Teleskops verzögerte sich, so daß die Eröffnung schließlich erst im August 1836 stattfand.

Die Camera Obscura funktioniert nach dem Prinzip, daß Licht, das durch ein kleines Loch in einem abgedunkelten Raum auf eine Leinwand fällt, dort ein Abbild der Szene im Freien entstehen läßt. Die Camera Obscura wird heute noch benutzt und fasziniert die Zuschauer, die mit Fotographie, Filmen und Fernsehen vertraut sind, genauso wie das Publikum vor 160 Jahren, das zusah, wie Schiffe entladen und Baumstämme zu Flößen zusammengebunden wurden, und das das geschäftige Treiben auf den Vieh - und Pferdemärkten auf dem Uferplatz Whitesands beobachtete.

Von Anfang an sammelte die Astronomical Society Gegenstände, und im Jahre 1862 wurde die Haupthalle gebaut, um die Samlungen der neu gegründeten Dumfries and Galloway Natural History and Antiquarian Society aufzunehem. Das Gebäude wurde im Jahre 1934 vom Stadtrat übernommen, und im Jahre 1975 fiel es unter die Zuständigkeit des Bezirksrats von Nithsdale. Die Sammlung des Museums befaßt sich jetzt mit dem Bezirk Dumfries and Galloway, und ein großer Teil des Materials wird im Jahre 1981 eröffnet wurde.

Das Museum hat eine bemerkenswerte Sammlung von Gegenständen aus allen historischen Perioden, angefangen von Steinäxten des Neolithicums und mittelalterlichen Dreifüßen bis hin zu medizinischen Geräten des 19. Jahrhunderts und dem ersten Pedalfahrrad der Welt. Die Sammlung umfaßt die meisten Aspekte von Handwerkszeugen und Branchen der Handwerke. Erwähnenswert sind hier die ausgestellten Werkzeuge zur Herstellung von Sätteln und zur Lederbearbeitung. Eine große Gallerie dient als Heimatmuseum. Themen dieser Ausstellung sind Entwicklungen der Stadt Dumfries und Umgebung seit mittelalterlichen Zeiten. Gemälde lokaler Szenen und Persönlichkeiten und Bürgern hängen an den Wänden der Gallerie. Hier hat man nicht nur die Gelegenheit eine der bedeudesten Sammlung historischer Landkarten zu sehen sondern auch eine einzigartige Gelegenheit eine umfassende Sammlung von Trachten, des Zeitraumes vom Ende des 18 Jahrhunderts bis zur Gegenwart, zu bewundern.

Die geologische Sammlung des Museums zeigt die vielen Bodenschätze des oberen Gebietes von Nithsdale, das jahrhundertelang das wichtigste Abbaugebiet Schottlands für Gold, Silber, Blei und Zink war. Auch einige Sandsteinplatten sind ausgestellt, die die Faßabdrücke urzeitlicher Reptilien zeigen, die unser Gebiet vor mehr als 210 Millionen Jahren bewohnten.

Vielfalt ist das Hauptmerkmal der Naturgeschichte des Bezirks Dumfries and Galloway. Er ist einer der ursprünglichsten Gegenden von Großbritanniens und hat eine breite Palette von Habitaten und Landschatften aufzuweisen. Das zeigt sich auch in den naturgeschichtlichen Ausstellungen des Museums, die viele schöne Exemplare aufzuweisen haben, darunter Vögel der Salzsümpfe von Solway, Gartenvögel und gewöhnliche britische Säugetiere.

Terrassenförmig angelegte Rasen und Blumenbeete bilden das Museumsgelände, auf dem auch eine Statue von Robert Paterson, Sir Walter Scott’s "Old Mortality" und seinem Pony stehen. Paterson war ein Steinmetz aus Balmaclellan, der in der Region herumreiste und Grabsteine für die namenlosen Gräber der Mitglieder der Covenantensekte, die im 17. Jahrhundert wegen ihres religiösen Glaubens verfolgt wurden, errichtete.